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  • Vanessa

ABOUT SENSUALITY

FEBRUAR 2022



SINNLICHKEIT - Was bedeutet das für dich? Ist Sinnlichkeit eine Form des intimen Ausdrucks oder a Way of Life? Wenn ich an Sinnlichkeit denke, sehe ich eine Frau mit langem Haar vor mir, ihr kurviger Körper gehüllt in ein Kleid aus glänzender Seide. Sie tanzt fliessend, bewegt ihre Hüften, ihre Schultern genüsslich zu den Klängen der Musik. Ihre Augen geschlossen, auf ihrem weichen Gesicht ein inneres Lächeln. Es hat etwas Erotisches aber nicht nur. Etwas Rohes, Urweibliches. Sie verkörpert die Göttin, die durch ihren Tanz, ihren Gesang allen Dingen Leben einhaucht, alles verzaubert. Das Wort "Sinnlichkeit" hat seine Wurzeln offenbar im Wort "Sinn". Es sind unsere fünf Sinne, die uns die Welt wahrnehmen lassen. Es ist unsere Fähigkeit zu fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen, die das Leben lebenswert macht. Nur durch unsere Sinneswahrnehmung kommen wir in den Genuss der Schönheit dieser Welt. Das Leben im menschlichen Körper wäre SINNlos ohne die Sinne. Ja unmöglich. Ohne sie wären wir nicht überlebensfähig. Es besteht also auch eine Verbindung zum Wort "Sinn" wie in "Sinn des Lebens". Vielleicht ist Sinnlichkeit, das Auskosten und Geniessen der Sinneseindrücke der wahre Sinn des Lebens auf diesem Planeten? Die Sinne sind also mehr als reine Überlebenstools. Sie sind auch Portale, Tore zu überSINNlichen Erfahrungen. Durch sie nehmen wir die Welt und das Leben in uns auf, verschmelzen damit, werden eins mit ihr/ihm. Sinnlichkeit ist also sehr rezeptiv, empfänglich in ihrer Natur. Schallwellen fliessen durch unsere Ohrmuschel in uns hinein, Gerüche durch die Nase. Tastempfindungen durch Rezeptoren in unserer Haut. Deswegen sehe ich Sinnlichkeit wohl in einer Frau verkörpert. Sich öffnen um zu empfangen, um etwas in sich aufzunehmen ist eine Qualität des weiblichen Prinzips (YIN). Sinnlichkeit, meiner Auffassung nach, ist also die Fähigkeit bewusst zu fühlen, zu riechen, zu schmecken, zu hören und zu sehen. Und sich diesem Genuss hingeben zu können, mit ihm in die Tiefe sinken zu können. Sich der Schönheit eines Moments völlig hingeben zu können. Den Verstand aussen vor zu lassen und mehr mit dem Körper wahrzunehmen. Sinnlichkeit lässt sich natürlich besonders gut in einer intimen Verbindung mit einem anderen Menschen entdecken. Doch viele von uns - beide Frauen und Männer - sind auch im Liebesspiel oft mehr im YANG-Modus, in der aktiv gebenden männlichen Energie. Ich denke vor allem für uns Frauen ist es essentiell, unsere Sinnlichkeit zurückzuerobern. Ich denke sie ist der Türöffner zu mehr Lust, zu mehr Extase, zu mehr Liebe und sexueller Erfüllung. Aber nicht nur! Ich würde wagen zu behaupten, dass sinnliche Menschen allgemein glücklicher sind. Je öfters wir stehen bleiben, um den Duft einer Blume einzuatmen, je mehr wir den Geschmack unseres Essens geniessen, je bewusster wir uns selbst oder andere Menschen berühren, je tiefer wir ein Lied oder der Anblick einer schönen Landschaft uns berühren lassen, um so mehr Freude erleben wir in unserem Alltag. Für viele von uns lässt ein vollgepackter Kalender nicht viel Raum für Sinnlichkeit. Und unsere Kultur und vor allem unsere Christliche Religion suggerieren (unterschwellig), dass Genuss etwas sündhaftes sei und dass es gefährlich sei, sich der Sinnlichkeit hinzugeben. Doch es es gibt auch spirituelle Strömungen wie (Neo) Tantra, die in der Sinnlichkeit selbst den Weg zur Selbstrealisation sehen. Wo viele spirituelle Lehren sich von jeglichen weltlichen und sinnlichen Genüssen abwenden, sieht Neo Tantra genau im bewussten Erleben der Welt mit allen Sinnen den Weg zum Göttlichen. Denn schliesslich ist der göttliche Funken in allem. Sinnlichkeit hat wie alles auch ihre Schattenseiten. Zu viel Sinnlichkeit kann auch eine Flucht sein, ein Bewältigungsmechanismus, ein Weg der schmerzhaften Realität zu entfliehen, eine Kompensation für etwas Tieferes, das fehlt. Sinnlichkeit liegt in unserer menschlichen Natur. Sie nimmt viele verschiedene Formen an und sieht für jeden und jede wohl etwas anders aus. Doch ich glaube bewusst gelebte Sinnlichkeit ist eine Übung in Achtsamkeit, Dankbarkeit und Liebe. - - - - - >> Was bedeutet Sinnlichkeit für dich? >> Wie würde mehr bewusstes Sinnlich-Sein dein Leben beeinflussen? - - - - - Sinnlichst, Vanessa



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