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  • Vanessa

THE WITCH WOUND

JUNI 2022


Hast du schon mal von der Witch Wound gehört? Wenn du in spirituellen Kreisen unterwegs bist oder sogar selbst Heiler*in, Therapeut*in, Lehrer*in, Astrolog*in, Raumhalter*in oder ähnliches bist, wird dir der Begriff wohl bekannt sein. Die Witch Wound, also die Hexenwunde, bezeichnet die Gesamtheit an Traumas, die wir in früheren Leben als "Hexen" erlitten haben. Als Hexen wurden damals z.B. Heilerinnen, Hebammen, Kräuterfrauen, Hellseherinnen und Intuitive bezeichnet. Aber auch Frauen, die einfach in tune mit den Zyklen lebten. Frauen, die die Mysterien der Natur, Pflanzen, Tiere und Elemente kannten und mit ihnen arbeiteten. Frauen, die ihr Wissen teilen wollten oder ihre unkonventionellen Ansichten äusserten. Frauen, die ihre Sexualität frei lebten und vielleicht nicht den üblichen Lebensweg der Ehefrau und Mutter wählten etc. Es wird der weibliche Begriff "Hexe" verwendet, da es mit grosser Mehrheit Frauen waren, die der Inquisition zum Opfer fielen. Trotzdem schliesst er beide Geschlechter mit ein, da auch Menschen, die jetzt in einem männlichen Körper stecken, in anderen Leben Frauen waren und es vielleicht unter den 8 Millionen Ermordungen auch ein paar wenige Zauberer hatte.


Wenn wir also an Reinkarnation bzw. einen unsterblichen Teil in uns glauben, der verschiedenste Leben durchläuft und vielseitige Erfahrungen macht, dann wissen wir auch, dass wir Wunden aus früheren Leben auf der seelischen Ebene (?) mitnehmen können. So betrachtet macht es Sinn, dass wir in diesem Leben noch die Ängste, Zweifel, Unsicherheiten, ja den Terror spüren, der uns in jenen früheren Inkarnationen widerfahren ist. Diese hindern uns daran, den Weg der Heiler*in zu gehen, uns in unserer Rolle als Lehrer*in zu zeigen, unser wahres Potenzial zu leben.


Falls du den Newsletter vom letzten Monat gelesen hast, weisst du vielleicht noch, dass ich eben durch so eine Krise ging, in der sehr viele Ängste und Zweifel rund um meine Arbeit aufkamen. Der Weg, überhaupt mit dieser Arbeit anzufangen, war nicht leicht und ich stiess immer wieder auf Ängste und Blockaden, die ich in anderen Jobs oder anderen Tätigkeiten nicht so erlebte. Ich spüre Zweifel an meinen Fähigkeiten. Angst, mich in meiner ganzen Grösse zu zeigen. Angst, verurteilt, nicht ernst genommen oder für verrückt erklärt zu werden. Angst, dass ich jemandem oder mir selber schaden könnte. Wut auf die (männlichen Funktionäre der) Kirche, die uns unserer spirituellen Wurzeln und des alten mystischen Wissen beraubt haben. Angst vor Angriffen der dunklen Mächte. Und auch noch die Angst dem Göttlichen sowie dem göttlichen in mir wieder zu vertrauen. etc. etc.


Selbst wenn diese Ängste subtil sind, ich kenne sie von mir selber und sehe sie auch bei anderen, die Heilarbeit (im weitesten Sinne) machen. Oftmals sind wir uns dieser Traumas und der Konditionierung, die sie mit sich bringen, nicht wirklich bewusst. Aber schon klar erzählen wir unseren Arbeitskollegen nicht unbedingt, dass wir regelmässig Rituale machen, weil wir letztes mal an die Inquisition verraten wurden. Schon klar haben wir Hemmungen unsere Wahrheit z.B. auf Social Media zu teilen, weil wir vor ein paar Leben noch dafür hingerichtet wurden. Schon klar trauen wir uns nicht unser volles Potenzial und im Überfluss zu leben, denn letztes Mal wurde jemand eifersüchtig und hat uns mit einem Fluch belegt. Schon klar glauben wir nicht an unsere immense Heilkraft, wenn wir in einem anderen Leben unser eigenes Kind nicht heilen konnten.


Ich schreibe über dieses Thema, weil es bei mir gerade hochkam. Letzte Woche hatte ich eine Session mit meiner schamanischen Heilerin. Ich kontaktierte sie, wegen eines Traumes, den ich vor einigen Wochen hatte. Was sich ihr zeigte, waren viele dieser alten Wunden und als sie mir erzählte, was für Witch Traumas aus früheren Leben sie in meiner Seele fand, war ich nicht überrascht.


Was sind also die üblen Dinge, die vermutlich den meisten von uns in mehreren Leben widerfahren sind? Hier ein paar Beispiele:


- gefoltert werden

- ermordet werden

- auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder ertränkt zu werden

- öffentlich gedemütigt und bestraft zu werden

- verraten zu werden (auch von nahestehenden Menschen wie Familienmitglieder)

- als verrückt erklährt und ins Irrenhaus eingeliefert werden

- aus der Gemeinschaft ausgestossen zu werden

- völlig willkürlich und ohne Prozess verurteilt und öffentlich hingerichtet zu werden

- gezwungen werden andere oder seinen eigenen Glauben zu verraten

- ständiges in Angst leben, dass Nahestehende oder man selbst gefoltert und hingerichtet wird

- selbst andere verraten / gefoltert / hingerichtet zu haben

- selbst magische Kräfte missbraucht zu haben und anderen Schaden zugefügt haben

- Schuldgefühle, weil man anderen nicht helfen konnte / unabsichtlich anderen Schaden zugefügt hat

- und, und, und


All diese traumatischen Erlebnisse können sich in unserem jetzigen Leben immer noch bemerkbar machen. Auch dazu einige Beispiele:


- Angst seine Spiritualität zu leben / mit anderen zu teilen

- Mühe, anderen zu vertrauen

- unbewusstes limitieren der eigenen Heilkraft / Einflusses / Führungskraft / Strahlkraft

- Selbstsabotage von (finanziellem) Erfolg

- Wut & Verzweiflung aufgrund von Machtmissbrauch von Autoritäten / des Patriarchats

- Ablehnen seiner weiblichen Natur und Sexualität

- Angst vor der inneren Wild Woman

- Zweifel an den eigenen Berufung und Fähigkeiten

- Verurteilen der Kirche oder Religionen im allgemeinen

- Ablehnen seiner eigenen Spiritualität / des Göttlichen

- Verschliessen seiner spirituellen Kanäle

- und so weiter, und so weiter


Die Liste könnte wohl noch ewig weitergeführt werden. Und obwohl alle von uns ihre eigenen Themen haben, ist es auch etwas, das uns kollektiv betrifft. Wir müssen diese Wunde gemeinsam heilen, weil wir brauchen wieder Heiler und Witches auf dieser Welt!


Und wir leben in einer grossartigen Zeit dafür. Zumindest hier im Westen müssen wir nicht mehr um unser Leben fürchten, wenn wir uns Tarot Karten legen. Wir dürfen endlich hinstehen und das Wissen, das in unseren Zellen schlummert, mit der Welt teilen. Wir dürfen in unsere volle Kraft treten, ohne Angst verraten zu werden. Wir dürfen zur Erde, den Pflanzen und den Elementen beten, ohne dass man uns als Huren Satans bezeichnet. Wir dürfen als Frauen (und Männer) unsere Souveränität reclaimen. Wir können dank neuen Technologien und der Möglichkeit zu reisen das Wissen und die Praktiken von Traditionen aus der ganzen Welt erschliessen und erlernen. Und wir haben in unserer Generation eine starke Conscious Community, welche uns Halt gibt, uns wissen lässt, dass wir nicht mehr allein sind und die eine neue Art von Spiritualität und das Hexe-sein salonfähig macht.


Mein Gebet geht zu uns allen, dass wir unsere persönliche Art finden, diese alten Wunden zu heilen und wir alle unsere Gaben ungeniert und frei von allen Ängsten und Limitierungen mit der Welt teilen können.


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> Hast du auch schon Einblicke in frühere Leben und Dinge, die dir passiert sind, bekommen?


> Wie denkst du, beeinflusst die Witch Wound dein Leben und Schaffen?


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Much Love & Healing

Vanessa

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